17.3.18: Uluru Nationalpark, Spinifex und ein bisschen Geschichte

Gestern habe ich mir einen Ruhetag gegönnt, den hatte ich auch dringend nötig. Abends bin ich jedoch auf eine hier vorhandene Sanddüne gegangen, um noch einmal den Sonnenuntergang am Uluru zu erleben und – siehe da – mein großer Wunsch, endlich ein paar gute Fotos von Rosakakadus zu machen, ging in Erfüllung. Sie wanderten überall herum und fraßen Spinifex Samen. Heute morgen auf einer weiteren Touristentour im geländegängigen Bus habe ich dann gelernt, dass dieses Spinifex für die Ureinwohner Australiens heute noch eine wichtige Rolle spielt: während es im Ring immer weiter nach außen wächst, sterben die inneren Pflanzenteile ab und werden harzig. Schlägt man dieses tote Gras auf einen harten Untergrund, löst sich das Harz als dunkles Pulver. Wird dieses erhitzt,  bekommt es eine teerähnliche Konsistenz. Man kann das Ergebnis zu kleinen Kugeln formen, die (solange sie noch warm sind) zum Reparieren von Waffen – oder heutzutage auch von Schuhen dienen. Erkaltet das Material, wird es nämlich steinhart. Da muss man erst mal drauf kommen…

Spinifex-vor-Uluru

Yesterday, I took a day off (which was really necessary). However in the evening, I went up a sand dune inside the resort just to see the sunset light on the Uluru again and a wish came true: there were lots of  Galahs around eating spinifex seeds. This morning, on another guided tour in a 4-wheel-bus I then learned that spinifex is still of importance for the Aboriginies too: While growing in a ring slowly to the outside, the inner parts die off and get covered in black resin particles. Slashing the gras against some hard surface will extract a black powder which – when heated – gets a tar-like texture. People form „tar balls“ and use them for reparing weapons (or nowadays: shoes), because when this material cools down, it becomes hard as stone. Gosh, one really needs to be inventive to find this out!

Auf der Tour habe ich viele Geschichten über die Aṉangu gehört, die hier in der Gegend leben und den Nationalpark nach ca. 15 Jahren Kampf seit 1985 auch besitzen. Die Nationalparkverwaltung findet gemeinsam statt: 8 VertreterInnen der Aṉangu teilen sich die Leitung mit 4 VertreterInnen der Regierung. Seit die Verwaltung auch wieder in den Händen der UreinwohnerInnen ist, werden auch wieder regelmäßig kontrollierte Feuer gelegt, die immer einen Teil des Geländes verjüngen und die Biodiversität des Nationalparks sicherstellen: junges Gras führt zur Vermehrung von grasfressenden Tieren und damit auch zur Vermehrung von Raubtieren  (und natürlich für Jagdmöglichkeiten des Menschen), Gras in vollem Wuchs sorgt für Unterschlupf für all‘ diese Tiere und Feuer bzw. die Asche als Dünger danach sorgt für den Platz, damit sich neue Pflanzen ansiedeln und Samen fruchten können. Wer auch immer in den Nationalpark kommt, sollte unbedingt das kulturelle Zentrum besuchen (dort ist Fotografieren nicht erlaubt) – man kann mit den Leuten ins Gespräch kommen und  vor Ort hergestellte Kunst kaufen. An manchen Orten darf man auch ihre Kunst fotografieren, die Geschichten dazu sollte man aber mündlich vor Ort hören.

DSC_3866.JPG

On that tour, I also learnt a lot about the Aṉangu who live in this area and who’ve owned the national park after 15 years of claims and legal fights sind 1985. The Board heading the park consists of 12 members of which 8 are Aṉangu and 4 are government and national parks‘ representatives. Since the park is in the hands of their owners again, the traditional fire management was reinstated leading to a higher bio-diversity of the park: young gras leads to more plant eaters leading to more carnivors (and better chances to hunt for humans, too). Gras in full growth offers (at its bottom) shelter for animals, and, lastly, fire – or ash respectively – allow for new plants to grow and seeds to germinate. If you ever visit the National park, go and visit the cultural center: you may not take photos there, but meet and greet with locals, buy their arts and hear their stories which are not to be repeated here but to be told orally.

Kategorien: Australien

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s