Die Papageien von Athen

Bin für eine Woche in Athen – zum ersten  Mal – und hatte Zeit, mich ein wenig alleine umzuschauen. Die Stadt vereint (rein äußerlich) große Gegensätze: einerseits überall unübersehbare Armut, auf Verkehrsinseln lagernde Obdachlose und (Roh-)Bauruinen an jeder Ecke, andererseits (vor allem um die Akropolis) gut gepflegte, nachts hell erleuchtete Shopping- und Essmeilen für  Touristen (und vielleicht für ein paar reichere BürgerInnen aus der Mittelschicht).

Athen-Ausblick

Athen-Ausblick

I’m in Athens for a week and for the very first time in my life. From a tourist perspective, this city unites contrasts without problem: there is terrible poorness to be seen like half way finished and ruined houses at every corner and homeless people sleeping on traffic refuges, and then you go to the area around acropolis and find tourist shopping and dining paradise. 

Einen Platz zum Erholen von Verkehr und Gestank bietet eindeutig der „National Garden“, den ich hier einfach wörtlich mit Nationalgarten übersetze. Aus Info-Tafeln vor Ort und aus Wikipedia fand ich dazu heraus, dass es der erste seiner Art war im modernen Griechenland. Er wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Auftrag von Königin Amalia vom französischen Gartendesigner Louis Barauld als ornamentaler „königlicher Park“ geplant, dieser überwachte auch die Arbeiten auf dem 154 Hektar großen Gelände. Ab 1839 begann man mit der Anpflanzung von damals 15.000 Pflanzen, die aus Milan importiert wurden. Nach 1846 übernahm Bauraulds Assistent Friedrich Schmidt. Später wurden weitere Pflanzungen aus mehreren europäischen Ländern und auch aus Nordafrika hinzugefügt. Erst ab 1923 wurde der Park öffentlich zugänglich gemacht und zu Nationalgarten umbenannt.
Es finden sich auch viele einheimische Pflanzen, leider waren an diesen eher keine Infotafeln, so dass ich euch zwar ein paar schöne Bilder von Blüten zeigen kann, aber keine Namen dafür habe.

Athen-Nationalgarten_8475

A place to relax from the sounds and smells of the city of Athens is surely the National Gardens. I learnt from information on signboards and from wikipedia that it was planned by the french garden designer Louis Barauld by order of queen Amalia in the early 19th century as a royal garden. He also oversaw the planting activities on the 154 hectar grounds. From 1839 on there were about 15000 plants being imported from Milano, later a number of other plants were added from European and Northern African countries. After 1846, Baurauld’s assistant Friedrich Schmidt took over. The park was opened to the public only in 1923, from then on it was named „National Garden“.  There are also many endemic plants, unfortunately many do not cary any signs, so I cannot provide you with names of some tree and bush blossoms you will find on the plants-page.

Athen_Nationalgarten-Weg

path through the national garden

Beherrscht wird der Nationalgarten – wie inzwischen oft in europäischen Städten – von Papageien, genauer von Mönchssittichen, wobei ich auch einen Halsbandsittich hoch in einem Baum erspähen konnte. Leider hatte ich das große Objektiv nicht dabei, so dass das Foto nicht ganz scharf ist, aber ich wollte Euch diesen „Späher“ nicht vorenthalten. Bilder aus dem Nationalgarten finden sich auf der Vogel- und auf der Pflanzenseite, schaut Euch gerne auch die Wasserschildkröten an.

In the National Garden – like in many European cities nowadays –  it is parrots that dominate. The monk parakeet can be heard and seen everywhere. Unfortunately, I did not bring my big lense, so you will only find one (not very sharp) shot of  a rose-ringed parakeet that can also be found there, but is by far not as easy to spot. If you like, just look at the National Garden shots on the birds- and on the plants- page. And don’t miss the turtles.

oznor

Ach ja, es geht ja angeblich auch nichts ohne die Akropolis – ich war nicht dort, aber im dazugehörigen Museum, von wo aus man einen guten Blick auf sie hat.

And yes, most people won’t leave without visiting the Acropolis (where I did not go). Instead, I went to the Acropolis Museum from where you have this nice view.

Kategorien: Allgemein

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1 Kommentar »

  1. Hallo Gertrud, danke für deinen netten Bericht und die wunderschönen Fotos – du bist wirklich begabt!!

    Die blaue Blume gibt es bei uns auch, wohl Plumbago auriculata – wir haben sie uns, als Kinder, oft an das Kleid geklebt; die „Stacheln“ heften sich fest. Das 2. habe ich auch schon hier gesehen, weiß aber nicht, wie es heißt.

    Liebe Grüße, Gunni

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